Warum ist mein Sohn vor mir gegangen

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Fragen dazu stellen.

Warum ist mein Sohn vor mir gegangen

Beitragvon AnitaElisabeth » 12.01.2010, 11:36

Mein ältester Sohn. Sebastian ist vor 5 Jahren an einer Überdosis Heroin gestorben. Er hat erst im Alter von 7 Jahren gesprochen und war das, was man allgemein als verhaltensauffällig nennt. Ich habe oft panikartig darauf reagiert und nicht begriffen, dass es auch andere Wege der Kommunikation gibt und sie mit Sicherheit nicht richtig gedeutet. Heute arbeite ich mit Kindern in einem Kinderheim, die auch auffällig sind und fühle mich dadurch mit Sebastian verbunden.
Nach seinem Tod habe ich ein Medium aufgesucht, weil noch so viele Fragen offen sind. Dies war ca. 5 Monate nach seinem Tod. Er hat sich dort nicht selbst geäußert, sondern ließ meinen verstorbenen Vater reden. Er hat sich entschuldigt, weil er nicht gewusst habe, wie mein Mann und ich ihn wirklich lieben. Es tut ihm sehr leid, was geschehen ist.
Ich habe seit diesem Termin das Gefühl. das noch etwas Unausgesprochenes zwischen Sebastian und mir besteht und ich als seine Mutter versagt habe.
In einigen Alltagssituationen hatte ich öfter das Gefühl, er will mich vor Gefahren warnen.
Im Todesjahr 2005 sprach eine innere Stimme zu mir, dass ich mich nach einem Besuch bei einer Bekannten bei ihr festhalten solle, weil ich fallen könnte. Ich tat es nicht und bin so schwer gestürzt, dass ich einen Schulterbruch hatte.
Mir kommen diese Vorkommnisse so vor, als wenn Sebastian mir sagen möchte, dass ich leben solle, ich mich aber irgendwie durch die Verletzungen selbst bestrafe.
2009 bin ich bei einer Wanderung wieder gestürzt, habe mir den linken Arm gebrochen und es kommt mir so vor, als wenn sich das geschehen wiederholt hätte.
Meine jetzige Arbeit gibt mir einen neuen Sinn und zeigt mir auch Grenzen auf, die ich akzeptiere, was mir bei Sebastian nicht gelungen ist. :?:
ich liebe die Natur und nehme sie durch mein Hobby, die Fotografie immer mehr in meiner Umgebung wahr- und dies zu meiner eigenen Freude.
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Re: Warum ist mein Sohn vor mir gegangen

Beitragvon Herby » 12.01.2010, 18:41

Hallo AnitaElisabeth,
Willkommen in diesem Forum!

Wenn Du gleich die Karten auf den Tisch legst, soll heißen, jedem vielleicht "Angeblichem Medium" alles preisgibst,
wie willst Du dann erwarten dass Dir ein Medium eine echte Nachricht von einem Verstorbenen übermitteln kann.
Das ist mir ziemlich suspekt, wie Du schreibst: "...sondern ließ meinen verstorbenen Vater reden".

Ich vermute, dass Du dem "Medium" auch gleich alles erzählt hast wie hier im Forum.
Eine korrekte Übermittlung irgend welcher Informationen ist nur dann glaubwürdig,
wenn das Dir fremde "Medium" Sachen, und Geschehnisse erzählt,
von dem es überhaupt keine Kenntnisse hat.
So wie Du vorgehst, können angebliche "Medien" Leute prima abzocken.

Das wird übrigens bei uns in den Gruppen so gehändelt.
Peter ist immer sehr froh, wenn er von seinem Gegenüber überhaupt nichts weiß.
Die Trefferquoten der Beweise, die bei einem Gruppenabend niedergeschrieben werden,
sind dann um so beeindruckender und glaubwürdiger.

Außerdem braucht kein Mensch ein "Medium" dem er glauben kann oder eben nicht.
Solche Kontakte kann jeder selbst herstellen und das lernt man, wenn man will,
selbstverständlich auch bei uns in den Gruppen.

Gruß
    Herby
"Ein Schlüssel öffnet alle Türen, die sicher dich zum Ziele führen.
Verlier ihn nicht durch eig'ne Schuld, den Zauberschlüssel, die Geduld!"
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Beitragvon AnitaElisabeth » 12.01.2010, 21:51

Hallo Herby,
Vielen Dank für Deine Antwort! Natürlich habe ich gar keine Karten auf den Tisch gelegt. Im Gegenteil , ich sollte schweigen und habe auch nichts mitgeteilt. Zudem war für mich der große Verlust und die Trauer da und eine "Riesenskepsis".
Nur was mich beschäftigt ist, dass ich das Gefühl habe, dass mir etwas mitgeteilt werden könnte, was für mein weiteres Leben wichtig ist und dies mit Sebastian zu tun hat.
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Willkommen!

Beitragvon peter-o » 12.01.2010, 22:26

Hallo AnitaElisabeth,
dann möchte ich Dich auch ganz herzlich in unserem Forum begrüßen.

Die Frage, warum Dein Sohn von Dir gegangen ist, kann ich Dir nicht beantworten.
Sicher war es ein Unfall, wie bei meinem Freund Arnold,
der damals auf der Kölner Uni wie viele andere Studenten mit Drogen herumexperimentierte.
Arnold war aber etwas im Vorteil, weil wir uns vorher schon mit Spiritualität beschäftigt haben
und durch unsere Experimente ausserkörperliche Erfahrungen kannten.
Mein Freund meldete sich damals nach der Panne relativ schnell bei mir.

Gerade Drogentote begreifen ihren Zustand nicht gleich,
denn sie können Realität und Drogenrausch nicht auseinanderhalten.

Deshalb trainiere ich auch nicht gern mit Leuten, die regelmäßig Psychopharmaka, Alkohol oder Drogen konsumieren.
Ein normales Trainieren der spirituellen Sinne und des spirituellen Körpers ist unter Drogeneinfluss unzureichend kontrollierbar.
Diese Verwirrtheit Sebastians war wahrscheinlich der Grund,
warum sich deshalb damals Dein Vater an seiner Stelle gemeldet hat.


Was Herby schreibt ist ganz richtig und wenn Du Dich daran gehalten hast ist das auch in Ordnung,
denn ich mag es überhaupt nicht,
wenn ich schon vorher Informationen über die verstorbenen Angehörigen erhalte.
Mein Erfolgserlebnis leidet dann bei mir zu sehr, weil ich dann ja schon zu viel weiß.
Ich freue mich viel mehr, wenn ich gute Informationen übermitteln kann,
ohne, dass ich vorher etwas erfahre. (wie zum Beispiel hier die Sache mit der Tante Hedl)
Es muss aber nicht unbedingt falsch sein, wenn ein Medium inetwa weiß,
worum es geht.
Das gibt dann eine gewisse Sicherheit in der Verständigung.
Gerade bei Anfängern, die ihre Medialität ausbilden, erleichtert das die Kontakte und die Kommunikation ungemein.

Ich hoffe, dass ich Dir mit dieser Antwort etwas weiter helfen konnte
und wünsche Dir gute Antworten auf Deine Fragen.
Peter-O
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Beitragvon Maura » 14.01.2010, 22:38

Hallo AnitaElisabeth,

fühl dich von mir ganz lieb gedrückt. Es ist sehr schwer ein Kind zu verlieren und ich denke, es ist total unwichtig, ob das Kind Probleme hatte oder nicht.
Vor dem Gott sind wir alle gleich, egal wie wir gelebt haben.

Manche Seelen kommen auf die Welt nur für eine kurze Zeit und manchmal ist das, von ihnen gewähltes Leben nicht leicht, manchmal sogar sehr grausam. Aber es ist für diese Seelen die Zeit der Prüfungen und Weiterentwicklung. Und bestimmt hat die Seele deines Sohnes dich wegen deine Stärke als Mutter gewählt.


Ich bin mir sicher, dass dein Sohn bei dir ist und du als Mutter seine Nähe spürst. Ob man das vernünftig erklären kann oder auch nicht ist in meinen Augen irrelevant. Das wichtigste ist, dass dieses Nähe-Gefühl dir die Stärke gibt, um den anderen Kinder/Jugentlichen zu helfen.

Ganz liebe Grüße
Maura
"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

Bertold Brecht, deutscher Schriftsteller und Regisseur (1898 - 1956)
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Beitragvon AnitaElisabeth » 15.01.2010, 09:49

Liebe Maura,

vielen Dank für Deine einfühlsamen Worte. Es stimmt, dass ich eine gewisse Stärke besitze, aber manchmal würde ich am liebsten mal so laut schreien, bis sich alle inneren Blockaden gelöst haben. Ich glaube, wenn mir das gelungen ist, bin ich freier vom "Phantomschmerz der Trauer".
Aber es stimmt, mein Sohn hat mich zu einer neuen Lebensaufgabe geführt und ich bin gespannt. wohin der Weg führt!

Ein schönes Wochenende
wünscht Dir
AnitaElisabeth
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